Klassenfahrt nach Lenste 2008
Ein Bericht von Laura Lange

Dürfen wir wiederkommen? In die Freude über die  Heimfahrt mischt sich Wehmut. Hinter den Viertklässlern der Grundschule im Forstbachtal liegt eine erlebnisreiche Woche an der Ostsee voller neuer Eindrücke und Erfahrungen. Im Zeltlager der Stadt Braunschweig am Lensterstrand in Grömitz durften sie in Zelten schlafen, anderen Menschen begegnen, neue Kontakte knüpfen sowie Verantwortung für sich und andere übernehmen.
Die Voraussetzungen waren optimal. Gutes Wetter, ein riesiges Gelände mit vielen Spielangeboten, ein eigener Strandabschnitt mit eigenen Booten und vielen hilfsbereiten und herzlichen Menschen, denen das Wohlbefinden der jungen Gäste am Herzen liegt.             

Aufregung vor der Fahrt

"Eine Klassenfahrt im Zeltlager? Das habe ich ja noch nie erlebt! Hoffentlich geht es bald los!"
Was uns wohl erwarten würde in den nächsten Tagen? Wir warteten gespannt.
Schnell noch Mama und Papa verabschieden und ab ging es in den Bus. Etwa vier Stunden Fahrt lagen vor uns.
 

Pausen auf dem Rastplatz

Auf dem Rastplatz konnten sich alle richtig austoben, bevor es dann weiter Richtung Lenste ging. Alle Kinder waren von dem Spielplatz auf der Raststätte begeistert und hatten ihren Spaß. Nach einer halben Stunde ging die Fahrt weiter.
 

Zelten - für viele Kinder eine ungewohnte Erfahrung

Eine Woche hieß es für alle, die Nacht in einem Zelt zu verbringen. Welche aufregenden Dinge einen da erwarten können, war den Kindern vorher nicht bewusst. Schnell lernten sie jedoch mit der neuen Situation umzugehen. 5 Tage lang mit so vielen Kindern auf engstem Raum zu verbringen war für einige zu Beginn nicht leicht.
Bald war klar, dass mit gemeinsamer Hilfe und Unterstützung vieles einfacher und schneller geht. So war das Einrichten der Zelte und auch das spätere Aufräumen für alle kein Problem. 
 

Spielen am Strand                           

Der Strand war von unserem Zeltlager nicht weit entfernt und somit wurde jede Gelegenheit genutzt im Sand zu spielen, zu schwimmen oder sich auszuruhen. Das Wetter unterstützte uns jeden Tag und konnte niemanden hindern ins kühle Wasser zu springen und den Aufenthalt zu genießen. Außerdem wurden viele Sandburgen gebaut und die Begeisterung für eine Runde Fußball am Strand stieg zunehmend.
Diejenigen die dafür zu müde waren, kamen anderweitig auf ihre Kosten: Muscheln sammeln, sich gegenseitig eingraben, Kniffel oder andere Spiele spielen war ebenso beliebt.
 

Spielen im Wasser

Endlich richtig austoben!
 

Abends auf der Grömitzer Seebrücke

Nach einer ca. 3 km langen Wanderung erreichten wir die Grömitzer Seebrücke. Wir sahen die Grömitzer Strandpromenade und hatten einen schönen Ausblick auf die Ostsee. Trotz langer Busfahrt und anstrengendem Einrichten der Zelte sind alle tapfer nach Grömitz gelaufen.
Deshalb sollten alle mit einem Eis belohnt werden. Irgendwann verschwand die Sonne hinter den Häusern von Grömitz und wir machten uns auf den Rückweg. Alle freuten sich auf die bevorstehenden Tage.
 

Spielplatz am Strand

Der Spielplatz am Strand zählte zum weiteren Highlight. Das Karussell und der Kletterturm waren bei allen sehr beliebt und wurden jeden Tag aufs Neue besucht. Wer hangelt sich am schnellsten von einem Ende zum anderen?
 

Besuch im Grömitzer Zoo "Arche Noah"

Im Grömitzer Zoo entdeckten die Kinder voller Aufregung unterschiedlichste Tierarten. Stachelschweine, Affen, Waschbären, Lamas, Emus... alles war dabei. Viel Freude bereiteten allen das Ziegengehege. Dieses durften alle betreten und die Tiere füttern. Auch bei den Stachelschweinen erhielten die Kinder von einer Tierpflegerin echte Stacheln von den Tieren, die sie mit nach Hause nehmen durften.
 

Fahrt mit dem Rasenden Benno

Nach einer anstrengenden Wanderung zum Zoo und dem Laufen im Zoo hatte keiner mehr wirkliche Lust auch wieder zu Fuß nach Hause zu laufen. Doch Frau Reinold hatte eine Überraschung geplant, die keiner ahnen konnte.
Alle hatten sich vorm Zoo für ein Gruppenfoto versammelt, um sich anschließend auf den ca. 3 km langen Rückweg zu machen. Doch plötzlich hörten die Kinder eine Hupe und sahen eine Eisenbahn auf Rädern vorfahren. "Das wäre was, wenn wir da jetzt einsteigen könnten....", hörte man die Ersten bereits rufen. Dass dieser Wunsch in Erfüllung ging, konnten die Kinder im ersten Moment gar nicht fassen und blieben fragend vor dem "Rasenden Benno" stehen.
Letztendlich stiegen alle begeistert ein und ab ging die Fahrt durch das schöne Grömitz zurück ins Zeltlager.
Diese Überraschung ist wirklich gelungen!
 

Besuch im Haus der Natur in Cismar

Am nächsten Tag stand ein Museumsbesuch auf dem Plan. Gespannt machten sich alle auf den Weg. Im "Haus der Natur" gab es viele Dinge zu sehen. Ein Dinosaurierei, unzählige Schnecken- und Muschelarten, Vögel, Spinnen, Haigebisse und sogar ein "Regenmacher" war dabei.
Herr Wiese, Museumsleiter, führte die Kinder durch seine "Schatzkammer" und erzählte spannende und erfahrenswerte Dinge zu den jeweiligen Tieren und Gegenständen. Neugierig hörten alle zu und waren am Ende erstaunt, wie viele Tierarten es gibt.
 

Volleyballturnier mit Laura

Ganz spontan kam die Idee auf, am Mittwoch Abend ein Volleyballturnier mit den Kindern zu organisieren. Dass dieser Vorschlag bald alle Kinder begeistern würde, hätte niemand gedacht. Es war vollkommen egal, ob jemand vorher schon einmal gespielt hatte, oder nicht, jeder der Spaß hatte sollte mitspielen. So entstanden fünf Mannschaften mit jeweils 4-5 Spielern, die gegeneinander antraten. Jeweilige Mitglieder der Mannschaften wurden ausgelost, um einen Streit zu verhindern. Die Spielregeln wurden ein wenig vereinfacht, damit jeder eine Chance bekam.
Das Turnier konnte beginnen.
Mit viel Freude und Teamgeist fingen alle an zu spielen und merkten schnell, dass Volleyball ein Mannschaftssport ist, bei dem alle zusammen spielen müssen und nicht jeder für sich, um wirklich erfolgreich zu sein. Insgesamt zog sich unser Spiel über einen Abend und den nächsten Nachmittag hin, bis es endlich zu einem Finale kommen konnte.
Einen Sieger gab es, aber insgesamt galt das Motto:
"Hauptsache wir haben Spaß!"
 

Ein Zeltplatz mit Platz zum Spielen und Toben

"Langweilig wurde uns nie."  und  "Hier ist ja Action pur"  waren die Kommentare der begeisterten Viertklässler.
Alleine schon, weil auf dem Gelände ein riesiger Spielplatz vorhanden war. Dort gab es eine Gruppenschaukel, Basketball- und Volleyballplätze, eine Rutschbahn und einen großen Hüpfhügel.
Der Spaß war immer da und niemand bekam auch nur die Chance, sich nur ein Stück zu langweilen.
 

Leckeres Essen

Nach einem anstrengenden Tag sollte auch ein gutes Essen nicht fehlen. Vollkommen verwöhnt wurden wir alle von einem umfangreichen und leckeren Angebot der Küche. Morgens frische Brötchen, abends Salat und jeden Mittag ein super warmes Essen. Auch für den Nachmittag wurde jedes Kind mit einem Trinkpäckchen und einem kleinen "Snack" versorgt.
Vielen Dank!
 

Küchendienst, der sichtbar Spaß macht

Vier Mal hatte unsere 4. Klasse die Aufgabe, den Küchendienst zu erledigen. Dabei stand auf dem Programm die Tische ordentlich abzuräumen und das Geschirr von der Maschine auf die Tische zu tragen, damit es anschließend abgetrocknet und weggestellt werden konnte. Ohne sich zu beschweren erledigten alle die ihnen zugeteilte Aufgabe. Einige hatten dabei besonders viel Spaß und ein Freiwilliger war dabei, der den Küchendienst auch für die anderen Tage mit Freude übernahm.
Wer dabei denkt, dass jede Klasse oder Schule nur für sich verantwortlich war, der liegt falsch. Das Geschirr von allen Kindern und Erwachsenen im Zeltlager wurde tapfer abgeräumt, gespült und weggestellt. Super gemacht!
 

Schnell wieder gesund werden ...

Wie anstrengend eine Klassenfahrt sein kann, merkten alle schnell.
Kleine Verletzungen, Beschwerden und totale Erschöpfung zählten ebenso zu unserer Woche.
 

Mit dem Kanu ins Wasser

Am letzten Tag bekamen alle die Möglichkeit immer zu zweit auf der Ostsee Kanu zu fahren. Der Wind wurde oftmals zur Schwierigkeit, da die Boote von ganz allein in eine andere Richtung getrieben wurden.
Keiner ließ sich jedoch davon abschrecken, auch wenn der ein oder andere ins Wasser fiel.
 

Insgesamt hat es allen sehr gut gefallen. Die Kinder waren begeistert von dem riesigen Angebot und den vielfältigen Spielmöglichkeiten, die das Zeltlager zu bieten hatte. Alle waren sich einig, dass die Klassenfahrt ein großer Erfolg war.
Auch die Lehrer waren wieder einmal begeistert und werden weitere Fahrten in das Braunschweiger Zeltlager am Lensterstrand sicher nicht ausschließen.
 

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