Jugendwaldheim 2006

Lernen außerhalb des gewohnten Schulalltags.
Für die Kinder der zweiten  Schuljahre wird der mehrtägige Aufenthalt im Jugendwaldheim 25 Eichen zu einem spannenden Erlebnis. Dort lernen sie von den Fachleuten des Forstamtes viel Neues kennen.
Am letzten Maitag 2006 war es wieder soweit: Bei strömendem Regen mussten Koffer und Taschen eingeladen werden. Die Gesichter und Stimmungen vieler besorgter Eltern hatten sich der Wetterlage angepasst.  Überlegungen, einfach einen Bus zu bestellen wurden laut.
Zum Glück ließen sich die fröhlichen  Kinder mit ihren großen Erwartungen an den ersten gemeinsamen Aufenthalt im Wald davon nicht beeindrucken. Pünktlich zum Beginn der zweistündigen Wanderung hörte der Regen endlich auf.

Wandern - eine neue (alte) Erfahrung

Wald - ein Lebensraum für Entdecker
Gruppenweise dürfen die Kinder erste Aufgaben übernehmen und neue Herausforderungen bewältigen.
Unter der fachkundigen Anleitung von Forstwirt Carsten Medewitz und Forstwirtschaftsmeister Jörg Schmidt werden die Namen und Erkennungsmerkmale  der Bäume und Sträucher am Waldrand gelernt. Es wird erklärt, warum hier ausgelichtet werden soll.     

Werkzeuge und der richtige und sichere Umgang damit werden ausführlich erklärt.

Werkzeuge unter (strenger) Anleitung selber ausprobieren dürfen. Die Begeisterung ist groß.

Äpfel haben anscheinend noch nie so gut geschmeckt, wie die von Herrn Medewitz.

Wer hat alle Namen behalten und findet die richtigen Bäume und Pflanzen?
Ob Waldmeister oder gemeine Esche, Bergahorn oder Feldahorn - Herr Medewitz und Herr Schmidt machen es den Kindern nicht leicht.
Für den Sieger gibt einen Wanderstock von Herrn Schmidt.

Gemeinsame Mahlzeiten - eine wichtige und teilweise neue Erfahrung
Es schmeckt nach der "Arbeit" besonders gut, wenn das Essen mit so viel Liebe wie bei Frau Peters und Frau von der Heide vorbereitet ist.
Selbst gemeinsamer Küchendienst macht Spaß.

Die Homburg - Begegnungen mit einer anderen Zeit
Forstwirt Werner Vössing ist nicht nur Fachmann für den Wald. Er weiß auch, wo man alte "Schätze" finden kann und kennt die alten Geschichten.
Bei ihm dürfen die Kinder auf der Homburg mit graben und eine alte Mauer frei legen, was sonst streng verboten ist.

Stimmt die Sage von weißen Frau?
Es wird im Burgkeller kontrolliert und gerechnet, wer ein Sonntagskind ist.   

Blick von der Homburg

Mönchsköpfe und alte Mörtelgruben
Herr Vössing kennt die richtigen Stellen und kann alles erklären.   

Der Wald - ein kompliziertes Netzwerk des Lebens
Alles gehört zusammen. Das wird den Kindern bei einem Spiel mit Hanna Reinecke deutlich, die im Jugendwaldheim ein freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert. Jedes Kind darf die Aufgabe eines Tieres übernehmen. Mit einem Wollfaden wird dann verbunden, wer vom Wald -im Spiel als Baum dargestellt- abhängig ist. Es entsteht ein kompliziertes Netz.


Der Wald - zum Spielen und Erholen
Bei dem Stockspiel mit Herrn Hanke kommt es auf Geschicklichkeit und schnelle Reaktionen an.

Der Wald - ein Paradies für Forscher und Entdecker
Genau hinschauen lohnt sich. Bei Herrn Hanke, dem Leiter des Jugendwaldheimes, durften die Kinder lernen, was sich im Waldboden alles versteckt. Mit Hilfe von Lupen, "Insektenstaubsaugern" und Mikroskopen wurden immer neue Lebewesen entdeckt.
Auf den Forscherbögen konnten Insekten, Spinnen oder Tausendfüßler dokumentiert werden.

Die "Forschergruppen" tragen zum Schluss ihre Ergebnisse vor

Den Wald nachts entdecken
Bei der Nachtwanderung mit Hanna Reinecke wird es vielen Kindern doch recht mulmig. Würde man der Weißen Frau oder dem Drachen aus den Burggeschichten begegnen? Würde man den richtigen Weg finden?
Da bei dieser Wanderung vor Mitternacht nicht einmal Taschenlampen erlaubt sind, gibt es auch keine Fotos....

Das Jugendwaldheim und seine Spezialisten
Warum dürfen wir nicht länger bleiben? Diese Frage war vor der Abreise immer wieder zu hören.
Diese Form des komprimierten Lernens und gemeinsamen Lebens mit Fachleuten ist für Kinder und Lehrer eine große Bereicherung.
Die ökologischen Zusammenhänge als Netzwerk des Lebens spiegeln sich gleichsam im menschlichen Miteinander der Kinder und Erwachsenen.

 


Abschied vom Jugendwaldheim
Gibt es auf der Homburg doch Feuer speiende Drachen?
Herr Vössing verabschiedet die Kinder mit atemberaubenden Kunststücken als Feuerschlucker.

Ein Feuer speiender Drache?
(Hinter einem Bild ist ein kurzer Videoclip versteckt. Du kannst ihn mit einem Doppelklick öffnen, wenn die Hand erscheint.  Mit der Esc-Taste kannst du das Fenster schließen.
Für diesen Clip brauchst du den QuickTime Player)

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